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B-14 Geld statt Aliens - Aufwertung der dualen Berufsausbildung; zur Weiterleitung an: Juso Bundeskongress, SPD Bundesparteitag, SPD Landesparteitag

AntragstellerInnen: Stuttgart

Geld statt Aliens - Aufwertung der dualen Berufsausbildung; zur Weiterleitung an: Juso Bundeskongress, SPD Bundesparteitag, SPD Landesparteitag

Trotz aufwendiger Werbekampagnen der Handwerkskammer wird sowohl in vielen Schulen als auch in Teilen der Gesellschaft negativ über die Berufsperspektiven von Ausbildungen gesprochen. Häufig werden Ausbildungen lediglich als akademisches Sprungbrett in den Beruf gesehen, so dass die Tätigkeit im Betrieb meist nicht länger als drei Jahre Bestand hat.
Häufig werden akademische Tätigkeiten und Tätigkeiten mit abgeschlossener Dualer Ausbildung unterschiedlich bezahlt, obwohl die Tätigkeit ähnlich oder sogar gleich ist. Diese Ungleichbehandlung führt zu einer Minderung der Attraktivität der Ausbildung in den Augen der angehenden Arbeitskräfte und verstärkt den Fachkräftemangel (gerade in handwerklichen Branchen). Diese Unterscheidung ist für uns haltlos und gehört abgeschafft. Daher setzen wir uns für Tarifverträge ein, die die Staffelung des Gehalts anhand der Tätigkeit und nicht der Qualifikation festmachen – gerade der öffentliche Dienst hat hier eine besondere Verantwortung.
Trotz der von der Politik als auch von der privaten Industrie regelmäßig beklagte Mangel an Fachkräften wird an Schulen häufig der Berufsweg der Ausbildung im Vergleich zum Studium als minderwertig dargestellt. Schon von Kindesbeinen an werden Kinder an solche Zielvorgaben gebunden und entwickeln so ein verfälschtes Weltbild über Zukunfts- und Erfolgsperspektive. Somit wird auch die gesellschaftliche Notwendigkeit vieler Berufszweige nicht beachtet. Aufgrund dessen sollte es keine Frage sein, dass es notwendig ist, die Rehabilitation von Ausbildungsberufen offensiv zu vertreten. Auch Abiturienten sollten angehalten sein, den zukünftigen Mehrwert und die damit einhergehende Zukunftssicherheit durch ein festes Einkommen im eigenen Beruf nicht anhand der akademischen Laufbahn auszumachen.
Daher fordern wir:
• Bessere Bezahlung von Menschen mit abgeschlossener Ausbildung
• Insbesondere im öffentlichen Dienst wollen wir eine Eingruppierung nach Tätigkeit und nicht nach Qualifikation
• Gesellschaftliche Aufwertung der dualen Berufsausbildung durch bessere Arbeitsbedingungen statt nur Imagekampagnen
• Aufzeigen aller Berufsmöglichkeiten an allen Schulen

Beschluss

geändert angenommen

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Änderungsanträge zu B-14

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
B-14-1 1 Ostalb

Verschiebe Z. 1 bis 18 in die Begründung

B-14-1-18 1-18 Mannheim

Z.1-18 in Begründung

B-14-1-19 1-19 Karlsruhe-Stadt

Verschiebe Zeile 1 bis 18 in die Begründung. Streiche Zeile 19 und ersetze durch: “Wir fordern:“

B-14-1-19 1-19 Karlsruhe-Stadt

Verschiebe Zeile 1 bis 18 in die Begründung. Streiche Zeile 19 und ersetze durch: “Wir fordern:“

B-14-5 5 Ludwigsburg

Füge ein nach “Ausbildung“: “im öffentlichen Dienst“

B-14-20 20 Karlsruhe-Stadt

Streiche Zeile 20

B-14-21 21 Ostalb

Ersetze in Z. 21 “nicht“ durch “auch“

B-14-21-22 21-22 Mannheim

Ersetze durch: “Soziale Berufe und Berufe im Pflegebereich sollen aufgewertet und besser entlohnt werden.“

B-14-22 22 Ludwigsburg

Füge ein nach “Qualifikation“: “Darüber wollen wir mit Ver.di ins Gespräch kommen.“

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