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B-5 Gemeinschaftsschulen richtig stärken!; zur Weiterleitung an: SPD-Landesparteitag, SPD-Landtagsfraktion

AntragstellerInnen: Ostalb gemeinsam mit Konstanz

Gemeinschaftsschulen richtig stärken!; zur Weiterleitung an: SPD-Landesparteitag, SPD-Landtagsfraktion

Wir Jusos Baden-Württemberg stehen wie keine andere politische Jugendorganisation im Land für Bildungsgerechtigkeit. Als sozialdemokratisches Kernanliegen sehen wir gerechte Bildungschancen als essentiell für ein gerechteres Baden-Württemberg und sozialen Aufstieg an.
Die Gemeinschaftsschule ist dabei zentraler Bestandteil unserer Programmatik. Wir sind der Überzeugung, dass das dreigliedrige, überholte Bildungssystem nicht mehr auf dem Stand der Zeit ist. Bereits 2011 zogen wir Jusos in den Landtagswahlkampf, um für den echten Wechsel und gerechtere Bildung in Baden-Württemberg zu kämpfen. Trotz der Wahlniederlage von Stefan Mappus und schwarz-gelb sehen wir, dass sowohl Grüne als auch SPD gerade mit dem Fokus auf Bildungsgerechtigkeit im Wahlkampf schwer zu kämpfen hatten. Unser Mantra muss daher sein, nicht nur ein gerechtes, durchlässiges, sondern vor allem das beste Schulsystem in Deutschland etablieren zu wollen! Dieses zeichnet sich durch moderne Lehr- und Lernmethoden, attraktive infrastrukturelle Voraussetzungen, eine nachhaltige finanzielle Versorgung, sowie Beständigkeit aus. Es ist ein Fehler, aufgrund von ideologischen Vorstellungen, an veralteten Modellen festzuhalten.
Weiterhin sind Gemeinschaftsschulen unsere bevorzugte Schulform. Einerseits hat dies mit dem Rückgang von Schülerzahlen an Haupt- und Werkrealschulen strukturelle, andererseits vor allem pädagogische Hintergründe. Ein Großteil der wissenschaftlichen Untersuchungen spricht sich positiv gegenüber den Lernformen in Gemeinschaftsschulen aus, da hier Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Leistungsniveaus je nach ihren Fähigkeiten individuell gefördert werden. Wir sehen die Vorteile des heterogenen und selbstständigen Lernens und in der Gemeinschaftsschule eine Schlüsselfunktion, um gerechte Bildung für alle wohnortnah zu schaffen. Zusätzlich belegt eine Mehrheit aller Studien eine bessere Chancengleichheit und Durchlässigkeit in diesem Schulsystem.
Grüne und CDU sorgen aus politischem Kalkül für ein Ausbluten der Gemeinschaftsschulen. Dabei braucht Baden-Württemberg jedoch vor allem eines: Eine geordnete und verlässliche Schullandschaft, die Schülerinnen und Schülern eine selbstbestimmte und verantwortungsvolle Lebensorientierung ermöglicht. Die Landesregierung muss endlich die notwendigen Ressourcen bereitstellen, um für ein konkurrenzfähiges Baden-Württemberg in Zeiten der Digitalisierung zu sorgen!
Darum fordern wir:
● langfristig neben den Gymnasien die Gemeinschaftsschule als zweite Säule unseres Schulsystems zu etablieren. Keine Schulform darf dabei der anderen untergeordnet sein. Als echte Alternativen zueinander müssen Gemeinschaftsschulen und Gymnasien auf der gleichen Ebene stehen.
● die flächendeckende Einführung der gymnasialen Oberstufe an Gemeinschaftsschulen
● die Deckung des Bedarfs an Gymnasiallehrkräften an Gemeinschaftsschulen
● die Möglichkeit für angehende Gymnasiallehrkräfte ihr Referendariat auch an Gemeinschaftsschulen durchführen zu können
● ein flächendeckendes Angebot pädagogischer Fortbildungen für nicht pädagogischen Kräfte, welche im Ganztagsbetrieb mitarbeiten
● deutlich höhere Zuweisungen an Stunden von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, da Inklusion vor allem an den Gemeinschaftsschulen stattfindet, sofern die entsprechenden Kapazitäten bereitstehen
● der Empfehlung der Einigungsstelle zu folgen und Beratungen als Lerncoach von mehr als 20 Schülerinnen und Schülern mit der Anrechnung von zwei Wochenunterrichtsstunden angemessen auf die Unterrichtsverpflichtung anzurechnen, da dies eine deutliche Mehrbelastung darstellt
● eine zusätzliche Leitungsstunde für SchulleiterInnen zur Bearbeitung organisatorischer Aufgaben und zur Planung des Ganztagsbetriebs an Gemeinschaftsschulen
● die konsequente Förderung nachhaltiger Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden auf kommunaler Ebene
Wir sind fest davon überzeugt, dass diese Maßnahmen ihren Teil dazu beitragen, um die Gemeinschaftsschulen auch in Baden-Württemberg zu stärken. Wir stellen die richtigen Weichen für die Zukunft des Schulsystems im Land!

Beschluss

geändert angenommen

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Änderungsanträge zu B-5

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
B-5-1-20 1-20 Göppingen

verschiebe in Begründung

B-5-1-25 1-25 Karlsruhe-Stadt

Verschiebe Zeile 1-25 in die Begründung

B-5-1-25 1-25 Mannheim

Zeile 1-25 in Begründung.

B-5-9-10 9-10 Heidelberg

Streichung der Zeilen

Streben nach einem Bildungssystem welches für alle Schüler*innen erstrebenswert ist, unabhängig des Bundeslandes.
B-5-9-10 9-10 Heidelberg

Streichung der Zeilen

Streben nach einem Bildungssystem welches für alle Schüler*innen erstrebenswert ist, unabhängig des Bundeslandes.
B-5-17 17 Freiburg

Z. 17 – Z. 18: Ersetze durch: “Wir sehen die Vorteile, die sich aus dem heterogenen und auf Selbstständigkeit gefußten Konzeptes ergeben, als eine Schlüsselfunktion für gerechtere, wohnortnahe Bildung“

B-5-20 20 Göppingen

nach “diesen System.“ wird folgendes ergänzt: “Dazu gehört, dass die Realschule mittelfristig abgeschafft wird, damit die Gemeinschaftsschule nicht zur Restschule verkommt.“

B-5-24 24 Heidelberg

Ersetze “konkurrenzfähig“ durch „solidarisch“

B-5-27 27 Freiburg

Ersetze Z.27 bis Z. 29 durch “langfristig ein eingliedriges Schulsystem, in das sowohl die Haupt- und (Werk-)Realschulen, als auch die Gymnasien überführt werden und sogenannte Förderschulen angegliedert und inkludiert werden.“

B-5-27-29 27-29 Stuttgart

Streiche Z. 27 – 29

B-5-27-29 27-29 Mannheim

Streiche Z.27-29.

Das Gymnasium darf nicht als Elite gelten, stattdessen sollten wir diee mittlere Reife und Ausbildungen wieder aufwerten.
B-5-37 37 Stuttgart

Streiche Z. 37 ab „sofern“ bis “bereitstehen“

B-5-38 38 Karlsruhe-Stadt

Ersetze “mehr als“ durch “jeweils“

B-5-44 44 Zollernalb

Einfügen nach “Ebene“ als eigene Forderung: “die breite und ständige Beteiligung von VertreterInnen der betroffenen Lehrkräfte“

B-5-45-48 45-48 Göppingen

Streichen

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